< Prix des Lycéens allemands
31.01.2012 13:28 Alter: 108 days
MINT 400 - SchülerCamp in Berlin
Am 1. und 2. Dezember 2011 gab es in Berlin eine wissenschaftliche Veranstaltung für Schüler der Mint-ec Schulen aus ganz Deutschland. Es sollten etwa 400 Schüler kommen, jedoch waren 630 Interessierte anwesend. Man konnte schon einen Abend vor der Veranstaltung in eins der beiden Hotels ziehen und der Andrang war sehr groß.

Es gab 2er aber auch 6er Zimmer, sodass man sich gut kennen lernen konnte. Am ersten Tag gab es eine Eröffnungsveranstaltung in einem großen Saal. Die Veranstalter haben sich vorgestellt und den Veranstaltungsablauf erklärt. Man konnte sich an verschiedenen Ständen Einblicke in verschiedene naturwissenschaftliche, informatische oder technische Fachgebiete zeigen lassen, wie zum Beispiel der Bau von Robotern, die gegen einige Schüler 4-gewinnt spielen konnten. Hinter dieser spielerischen Darstellung steckt aber ein sehr hohes technisches Können und Computerverständnis, denn der Roboter brauchte eine Sensorerkennung der hineingefallenen Steine und außerdem eine einprogrammierte Gewinnstrategie. Um ihn zu Schlagen musste man auf eine kleine technische Ungereimtheit warten, wie z.B. einen Fehlwurf, denn sonst war es nicht möglich zu gewinnen. Viele Anbieter von Stipendien für Studienplätze verteilten Flyer und beantworteten viele Fragen. Man hatte bei allen Ständen die Möglichkeit auszuprobieren. Weitere Stände zeigten eine i-Phone App für ferngesteuerte Autos oder die Durchleuchtung von Baustoffen zur Kontrolle von Bruchfestigkeit und Lufteinschlüsse. Die Ausstellung war sehr interessant. Anschließend lernte man die Lerngruppen, in die man sich zuvor eingetragen hatte, kennen. Man konnte unter anderem Mikrobiologie oder Computertechnik wählen. Das Angebot war sehr vielfältig und ich habe mich für das Drehen eines Stop-Motion-Films entschieden. Wir verabredeten einen Treffpunkt für den nächsten Tag. Dann gab es eine kleine Mahlzeit. Bei 600 Leuten und zwei kleinen Buffets wurde es eng. Anschließend wurde eine Stadtrundfahrt durch Berlin gemacht. Man kam an allen geschichtlich bedeutsamen Orten vorbei und der Guide erklärte Berlins Kultur. Unser Guide war schon etwas älter und hatte den Wiederaufbau Berlins komplett miterlebt. Er erzählte uns seine Lebensgeschichte und auch persönliche Eindrücke, sodass es nicht langweilig wurde. An einem Weihnachtsmarkt und am Brandenburger Tor hatten wir die Möglichkeit kurz auszusteigen und Fotos zu machen. Wir wurden dann wieder zu einem Treffpunkt gebracht und hatten den restlichen Abend Zeit uns Berlin nochmal anzugucken. Am nächsten Tag bin ich mit meiner Gruppe in die Universität gefahren und wir haben mit Hilfe von Knete, Pappe, Gummibärchen… einen Stop-Motion-Film gedreht. Wir mussten sehr viele Fotos machen, die dann mit 25 Bildern pro Sekunde einen Film ergaben. Es gab 4 verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ideen. Ich finde der Film über einen Jungen, der das Computerspiel „Snake“ spielt und der aus über 400 einzelnen Bildern zusammen geschnitten war, ist am besten gelungen. Wir hatten viel Spaß und haben uns gut kennengelernt. Nach einer Pause kam ein Fernsehteam, denn wir waren eine der 2 Gruppen, deren Arbeit gefilmt werden sollte. Manche mussten Interviews geben, die nun in einem Film über die Veranstaltung zu sehen sind. Leider wurde die Zeit knapp, deshalb konnten wir beim Zusammenfügen der Bilder nicht mehr dabei sein. Abends sind wir wieder zum Hotel gefahren. Es war sehr gut gelegen, weil es vom Hauptbahnhof gut zu Fuß erreichbar war. Am nächsten Tag sollten wir in die Arbeit eines Computerzeichners eingewiesen werden. Wir bekamen selbstgebaute Maschinen gezeigt, die Zeichnungen in 3D-Abbildungen drucken konnten und Fachleute brachten uns viele verschiedene Möglichkeiten des Computerzeichnens näher, die der PC hergab. Ich musste leider etwas früher los, weshalb ich die geplante Abendveranstaltung nicht miterleben durfte. Von meinen dort kennengelernten Freunden erfuhr ich im Nachhinein, dass es ihnen gefallen hat. Alles in allem war es sehr interessant in Berlin und es hat viel Spaß gemacht. Ich kann es nur weiterempfehlen und würde selber gerne wieder teilnehmen. (Celine Juergensen)
link