Jugend forscht

Ziel einer jeden Arbeitsgemeinschaft ist es, Interessen und Fähigkeiten der Schüler zu fördern. Abseits des normalen Unterrichts können Wege beschritten werden, die im üblichen Rahmen meistens aus zeitlichen oder thematischen Gründen nicht möglich sind. So auch bei Schüler experimentieren/Jugend forscht.

FRED!

Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen, die grundlegende Erfahrungen im eigenständigen Experimentieren und Protokollieren haben, können teilnehmen. Bis zu einem Alter von 14 Jahren wird am Wettbewerb „SchüEx“ teilgenommen, ab dem 15. Lebensjahr an „JuFo“. Vor allem die Jüngeren wissen oft nicht, wie man passend experimentiert und protokolliert, daher gibt es seit 2011 eine zusätzlich eingerichtete „Naturwissenschafts-AG“, die spannende Themen praktisch bearbeitet und dabei die wissenschaftliche Arbeitsweise vermittelt.

Hat eine Schülergruppe oder ein(e) einzelne(r) Schüler(in) eine Idee, zu welchem Aspekt man Untersuchungen anstellen könnte, wird sich mit einem Betreuungslehrer zusammengesetzt, ein grober Fahrplan zusammengestellt und losgelegt. Sollte der Wille, aber nicht das Thema vorhanden sein, kann man natürlich auch in einer gemeinsamen Überlegung Möglichkeiten finden.

Die AG „Schüler experimentieren/Jugend forscht“ wird von mehreren naturwissenschaftlichen Lehrern betreut, so dass zu unterschiedlichen Forschungsbereichen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Die Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ kann auch genutzt werden, um in diesem Zusammenhang eine Projektarbeit oder eine besondere Lernleistung für das Abitur anzufertigen. Wird zu einem Thema geforscht und beim Wettbewerb präsentiert, kann dies zur Grundlage der schriftlichen Arbeit genommen werden. In der Regel kann das erstellte Protokoll einfach verwendet werden und die Präsentation an die Wettbewerbspräsentation angelehnt sein.

Werden an einer als Seminarfacharbeit genutzten Arbeit weiter geforscht oder andere Aspekte beleuchtet, kann diese Thematik zusätzlich als besondere Lernleistung anerkannt werden.

Wissbegierde als Antrieb

Im Fall der AG SchüEx/JuFo ist die Wissbegierde nach Naturwissenschaften Grundlage und Antrieb. Interessierte Schüler können nachmittags in Kleingruppen bis zu drei Schülern zu (selbst)gewählten Themen arbeiten, experimentieren und forschen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und zwei Lehrkräfte zur Verfügung stehen, ist es möglich, eine sehr individuelle Betreuung stattfinden zu lassen.

Jedoch ist es falsch anzunehmen, dass die Betreuungslehrkräfte bei jedem Schritt über die Schulter schauen und Anleitungen geben. Ziel dieser AG ist es, das eigenständige Arbeiten der Schüler einzufordern, so dass sie sich nicht nur einem Projekt zugehörig fühlen, sondern es auch selbst verfolgen und voran treiben.

Ein wichtiges Bildungsziel ist es, neben fachlichen und kommunikativen Kompetenzen auch die Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit zu stärken. Daher sollen sich die Schüler ganz bewusst eigenständig koordinieren, aufeinander abstimmen und zusammenarbeiten. Natürlich stehen die Lehrpersonen als Ansprechpartner und Betreuer der Schülerprojekte zur Verfügung und leisten in den verschiedensten Situationen Beistand, sei es zur Bereitstellung von Materialien und Geräten oder der Klärung fachlicher Fragen.

Münden soll die Projektarbeit möglichst in einer Teilnahme am Wettbewerb Schüler experimentieren beziehungsweise Jugend forscht, der einmal jährlich im Frühjahr ausgetragen wird. Hier können die Schüler ihre Arbeiten und ihr Wissen einem interessierten Fachpublikum – Schülern anderer Schulen, einer Jury sowie der Öffentlichkeit – präsentieren.

Seit dem 2009 erhält das ÖG regelmäßig einen mit 200 Euro dotierten Schulpreis für die erfolgreiche Teilnahme von mehr als 5 Projektarbeiten im Regionalwettbewerb.

2013 erhielt das ÖG den mit 1000 € dotierten Jugend forscht Schulpreis des Landes Bremen für seine langjährige Teilnahme mit qualitativ hochwertigen Arbeiten.