Informatische Grundbildung

Informatische Bildung ist jener Teil der Allgemeinbildung, der die Welt unter informationellem Aspekt betrachtet, während andere naturwissenschaftliche Fächer beispielsweise den stofflichen oder energetischen Aspekt in den Mittelpunkt ihres Unterrichts stellen. Sie trägt wesentlich zur verantwortungsbewussten und reflektiven Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien durch die Schüler bei.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung der so genannten Neuen Medien sind die Schulen nicht mehr nur zur Wahrnehmung ihrer traditionellen Aufgaben verpflichtet, sondern auch dazu, die Schülerinnen und Schüler auf ihr künftiges Leben in der Informationsgesellschaft vorzubereiten.

Rainer Busch, einer der Initiatoren der Bildungsinitiative „Schulen ans Netz“ forderte bereits 1997: „Wir müssen uns grundsätzlich bewusst werden, dass Kommunikation ein wichtiger Teil unserer Kultur ist, der für die Übermittlung und Ausformung von Werten, für die Bildung schlechthin, eine grundlegende Bedeutung hat. Mit den neuen Medien wird sich die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, entscheidend verändern. Dieser Wandel muss Eingang in das Bildungswesen finden.“

Gründliche Einweisung in die Arbeit mit dem Computer

Vor diesem Hintergrund hat das ÖG im Zusammenhang mit der Umstellung von Stundentafeln und Lehrplänen für das achtjährige Gymnasium das Fach „Informatische Grundbildung“ (IG) eingeführt. Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wird dieses Fach in Form von Epochenunterricht erteilt: Im Wechsel mit dem Fach Werken erhalten die Schülerinnen und der Schüler der 5. und 6. Klassen wöchentlich eine Doppelstunde lang eine gründliche Einweisung in die Arbeit mit dem Computer. Dabei wird jede Klasse in Halbgruppen aufgeteilt; jede Teilgruppe erhält ein Halbjahr lang Werken und ein weiteres Halbjahr IG.

In der 5. Jahrgangsstufe liegt der inhaltliche Schwerpunkt der Arbeit auf dem Umgang mit Systemen zur Textverarbeitung und zur Präsentation. Darüber hinaus wird das Lernen in vernetzten Umgebungen, das Organisieren von Daten und das Kommunizieren und Informieren mit Hilfe von Internet-Diensten wie E-Mail oder World Wide Web thematisiert.

In der 6. Jahrgangsstufe liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit der Tabellenkalkulation, die dabei hilft, numerische Daten zu strukturieren, zu ordnen und zu visualisieren. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine erste Einführung in die Welt der Algorithmen. Ein wichtiges Werkzeug ist in diesem Zusammenhang die didaktische Programmierumgebung KTurtle, mit der die Kinder eine stark vereinfachte Version der Programmiersprache Logo kennenlernen.