Mathematik

Der Mathematik fällt in der modernen Welt eine Schlüsselrolle zu: ohne Mathematik „säßen wir noch auf Bäumen“, es gäbe keine technischen Einrichtungen. Wir versuchen, mathematische Grundlagen zu vermitteln, in die grundsätzlichen Denkweisen der Mathematik einzuführen und Einblicke in die Anwendungsmöglichkeiten mathematischer Methoden und Ergebnisse zu geben.

Das ÖG möchte den Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise die Stellung des Menschen in einer hochtechnisierten Welt mit ihren sozialen und ökologischen Problemen von heute und morgen bewusst machen. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe leistet das Fach Mathematik wichtige Beiträge. So vermittelt der Unterricht einerseits ein hohes Maß an Kenntnissen und an konkreten Fertigkeiten im Umgang mit mathematischen Belangen und ermöglicht andererseits – vor allem in der Sekundarstufe II –allgemeinere Einsichten in Theorien und Denkhaltungen des Menschen.

Das heißt, die Schülerinnen und Schüler lernen zu begreifen, dass ein Eindringen in moderne Wissenschaft ohne Aneignung solider Voraussetzungen nicht möglich ist, es aber für menschlich verantwortungsvolles Handeln auch nicht ausreicht, nur Kalküle zu beherrschen. Sie sollen lernen, Wissen auch kritisch zu werten und verantwortungsbewusst anzuwenden. Somit schlägt auch das Fach Mathematik eine Brücke zur allgemeinen ökumenischen Erziehung am ÖG.

Der Mathematiklehrplan des ÖG orientiert sich an den Lehrplänen staatlicher Schulen, um Wechselprobleme weitgehend zu vermeiden. Gemäß den senatorischen Vorgaben befindet sich dieser derzeit in einem Umbruch, da die Umstellung auf eine 12-jährige Schulzeit zu leisten ist, was Straffungen innerhalb der Sekundarstufe I nach sich zieht. Hier befindet sich die Lehrplanarbeit in einem ständigen Prozess, der die Erfahrungen in den verkürzten Jahrgängen (derzeit Klassen 5 bis 9) berücksichtigt und sich nach den neu erschienen Lehrwerken der Schulbuchverlage richtet.

Ein Lehrplan mit vielen Möglichkeiten

Ferner unterscheidet die neue Profiloberstufe nicht mehr zwischen Grund- und Leistungskursen, was natürlich erhebliche Konsequenzen für den Aufbau und Inhalt der Kurse hat. Da einerseits alle Kurse denselben Lehrplan einhalten müssen, um die Abituranforderungen zu erfüllen, andererseits aber den Schülerinnen und Schülern eines eher naturwissenschaftlichen Profils (siehe Profiloberstufe) oder den mathematisch interessierteren oder begabteren zusätzlichen, vertieften Stoff anbieten zu können, enthält der Mathematiklehrplan des ÖG zahlreiche Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung. Ab dem 13. Jahrgang werden die Kurse getrennt, so dass diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Mathematik als 1. oder 2. Prüfungsfach gewählt haben, in einem (oder mehreren) gesonderten Kursen unterrichtet werden.

Der Mathematikunterricht wird in den nächsten Jahren durch die zunehmende Leistungserweiterung von Taschenrechnern enorme Veränderungen durchlaufen. Dieser Entwicklung tragen wir dadurch Rechnung, dass wir ab Klasse 11 einen CAS-Rechner („Computergestütztes Algebra System“) einsetzen. Er trägt dazu bei, die Problemlösefähigkeit der Schülerinnen und Schüler im eingangs genannten Sinne zu fördern. Das Verständnis für mathematische Grundlagen und Verfahren wird dabei nicht geschmälert, sondern nur der Zeitaufwand für umfangreiche Rechenarbeiten kann ersetzt werden durch kreatives Arbeiten und die Bewertung dieser Arbeit (Evaluation).

Möglichkeiten, an Wettbewerben teilzunehmen

Wir ermutigen Schüler, deren Fähigkeiten und Interessen dem entsprechen, in unserer Mathematik-AG mitzumachen. Sie bereitet unter anderem auf die Teilnahme an Mathematikwettbewerben vor – vorrangig auf den Bundeswettbewerb Mathematik, die Mathematikolympiade und den so genannten Känguru-Wettbewerb. Die Teilnahme an der AG ist aber keine Bedingung für die Teilnahme an einem Wettbewerb.

In den vergangenen Jahren haben Schüler unserer Schule regelmäßig Preise oder Anerkennungen bei Mathematikwettbewerben erzielt. Dadurch sind wir zusätzlich angespornt, die Teilnahme unserer Schüler weiterhin zu fördern. So findet in den 8. und 10. Klassen ein so genanntes Pull-Out-Projekt statt, in dem leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler zeitgleich zum normalen Mathematikunterrichts außerhalb des Klassenverbandes ein zusätzliches, von Fachlehrern gestaltetes Angebot erhalten.

Ferner unterstützen wir Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsschwächen in den Klassen 5 und 6 durch eine intensive Betreuung, die ein Mathematiklehrer des ÖG in Kooperation mit Schülern höherer Klassenstufen anbietet. Für weitere Klassenstufen ist eine solche Betreuung in Vorbereitung.