Politik

politikPolitik „… ist schwer, verwirrend, langweilig“. Nicht selten hört man diese Meinung – und genau da setzt das Unterrichtsfach „Politik“ an: Beginnend in Klasse 9 sollen Schülerinnen und Schüler an konkreten Fallbeispielen aus ihrem alltäglichen Erfahrungsbereich an „Politik“ herangeführt werden.

Ziele sind, sie für ihre Gesellschaft und ihre soziale Umgebung zu interessieren, die Erkenntnis anzubahnen, sich selbst als aktiven Teil davon zu begreifen, sie zu befähigen, Beziehungen zwischen Individuum und Gruppen zu verstehen und schließlich eigenständig Position zu beziehen. Begriffe wie „Menschenwürde“, „Macht“, „Konflikt“, „Interessen“, „Recht und Unrecht“ und „Gerechtigkeit“ sind dabei zentrale Kategorien und Beurteilungskriterien.

Der fortgesetzte Unterricht ist darauf angelegt, das dafür notwendige „staatsbürgerliche“ Wissen, etwa in Bezug auf unsere Verfassung und das demokratisch-parlamentarische System, zu vermitteln und problemorientierte Sensibilität wachsen zu lassen. Thematische Schwerpunkte sind z. B. aktuelle politische Probleme und Prozesse in Deutschland und Europa, aber auch weltpolitische Konflikte wie in Afghanistan oder im Nahen Osten; ebenso wird der Themenbereich „Globalisierung“ immer wieder relevant.

Der Aufbau von Kenntnissen und die auszubildende Fähigkeit, gesellschaftliche Konflikte als solche zu erkennen und in Bezug auf unterschiedliche politische Dimensionen strukturiert zu analysieren, sind die Voraussetzung für die politische Urteilsfähigkeit einer „mündigen“ Bürgerin und eines „mündigen“ Bürgers. Die Heranwachsenden werden so allmählich entsprechende Kompetenzen herausbilden und sind dann immer mehr bereit und in der Lage, sich in gesellschaftlichen Kontroversen eigenständig zu positionieren. Dadurch entsteht die Basis nicht nur für eine beobachtend-reflektierende Teilhabe an politischen Prozessen, sondern auch für ein bewusstes Engagement in unserer demokratischen Gesellschaft, deren unterschiedlichen Gruppen, Initiativen und Parteien.