Methodentraining

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern bereits ab Klasse 5 ein systematisches Methodentraining an.

Methoden- und Sozialtraining in Klasse 5 und 6

In der gymnasialen Eingangsphase bilden dabei folgende Themen den Schwerpunkt:

  • Bestandsaufnahme: Welche Methodenkenntnisse bringen die Kinder aus der Grundschule mit?
  • Lerntypenbestimmung: Welcher Lerntyp bin ich?
  • Hausaufgaben: Organisation und Training
  • Wie lerne ich effektiv Vokabeln?
  • Lesetechniken – Markieren – Strukturieren
  • Wie erstelle ich eine MindMap?
  • Wie bereite ich mich auf Klassenarbeiten vor?
  • Gruppen- und Teamarbeit
  • Arbeit mit Nachschlagewerken

Methoden- und Sozialtraining in Klasse 7

Zu Beginn der Mittelstufe wird das Methoden- und Sozialtraining aus der Eingangsstufe wieder aufgegriffen und vertieft. Dazu haben wir ein schulinternes Curriculum entwickelt, das die folgenden Bereiche thematisiert:

  • Wie funktioniert unser Gedächtnis?
  • Lerntypen und die Konsequenzen für den Lernprozess
  • Motivation
  • Zeitplan
  • Heftführung
  • Im Unterricht mitschreiben
  • Methoden des Vokabellernens
  • Effektiv üben und wiederholen
  • Klassenarbeiten vorbereiten
  • Präsentieren lernen

In diesem Unterricht fördern wir darüber hinaus die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler – etwa, indem die Klasse Regeln für die Gruppenarbeit aufstellt, Konflikte in der Gruppe aufarbeitet oder Strategien für Konfliktfälle vermittelt bekommt. Ferner machen wir uns Gedanken über das Klassenklima und versuchen, eventuelle Störungen zu beseitigen. Für dieses Methoden- und Sozialtraining gibt es eine feste Stunde im Stundenplan der 7. Klassen. Der Unterricht wird im Regelfall von der Klassenlehrerin beziehungsweise dem Klassenlehrer erteilt.

Methodentraining in Klasse 10

Methodentraining und Projektarbeit sind heute ein fester Bestandteil in der gymnasialen Oberstufe – als Ergebnisse einer bildungspolitischen Diskussion, die weitreichende Folgen für unser Bildungssystem hat.

Die heutige Schule wird konfrontiert mit komplexen Anforderungen an das berufliche, gesellschaftliche und private Leben des Einzelnen, das geprägt wird durch einen raschen ökonomischen und technischen Wandel, die zunehmende Unkalkulierbarkeit von wirtschaftlichen Entwicklungen und Unsicherheit in der beruflichen Perspektive. Es ist eine Tatsache, dass erworbenes Wissen schnell veraltet, besonders im Bereich der Technologien und Naturwissenschaften. Hinzu kommt, dass die letzten Jahre die Schwächen des deutschen Schulsystems deutlich aufgezeigt haben.

Daraus folgt, dass die Schule neben dem Fachwissen Kompetenzen vermitteln muss, damit die Schülerinnen und Schüler ihre Lernprozesse selbständig organisieren können. Die neuen Lehrpläne gehen von einem „kompetenz-fundierten Lernansatz“ aus und sehen einen Zusammenhang zwischen schulischem Lernen und individueller Persönlichkeitsbildung. Sie bestimmen den Beitrag des Fachs zur Kompetenzentwicklung der Schüler, beschreiben das Fachprofil und kennzeichnen die Ziele des Faches für das schulische Lernen in den vier Dimensionen Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Selbst- und Sozialkompetenz. Entsprechend ist es Aufgabe der Schulen, eine Lernkultur zu entfalten, die es den Schülern auch tatsächlich ermöglicht, sich diese Kompetenzen anzueignen.

Das Methodenlernen in der reformierten Oberstufe des ÖG erfolgt in Klasse 10 einerseits im Fachunterricht, andererseits auch in speziellen Seminarwochen und im projektbegleitenden Unterricht. Ziel des Methodenlernens ist, Schlüsselqualifikationen zu fördern und forschendes Lernen im Sinne von selbständigem und wissenschaftspropädeutischem Arbeiten zu ermöglichen.

Unser Konzept für Methodenlernen in Klasse 10 besteht aus vier Elementen, die im Laufe des 10. Schuljahres durchgeführt werden:

  • einer Einführungsphase in 10/1
  • dem wöchentlichen Methodentraining (je 1 Std.)
  • der Forschungswoche in 10/2 und
  • der Präsentationsveranstaltung am Ende von 10/2.

In der Einführungsphase werden allgemeine Methoden und Lernstrategien vermittelt. Kolleg/innen der 10. Klasse bieten Übungen zur Selbstkompetenz, Kommunikation, Informationsbeschaffung und -strukturierung an.

Die Inhalte werden in der wöchentlichen, einstündigen Projektbegleitung vertieft. Gleichzeitig erleichtert diese Begleitung die Themensuche für die Forschungswoche in 10/2. In dieser Woche arbeiten die Schülerinnen und Schüler überwiegend in kleinen Teams an ihren Forschungsvorhaben beziehungsweise an ihren Wettbewerbsbeiträgen. Die besten Arbeiten der Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 werden Eltern und Lehrern präsentiert.