Allgemeines

Die Entscheidung für die Medienklasse

Für den Fall, dass Du dir/Sie sich noch nicht ganz sicher sind, ob Du/Sie die Medienklasse magst/mögen bzw.  diese die richtige Wahl für dich/Ihr Kind ist, so kann die folgende Tabelle nützlich sein:

Ich hoffe, nun weißt Du/wissen Sie, ob die Medien-Klasse die geeignete Wahl ist. Wir sind sicher geworden im Umgang mit den iPads und haben einiges dazugelernt.

Die Handhabung und Einrichtung

Es gibt verschiedene Versionen des iPads: große (12 Zoll) und kleine (9 Zoll). Aktuelle Modelle unterstützen den Apple-Pencil. Mit diesem kann man auf den dafür ausgelegten iPad- Modellen per Hand schreiben oder skizzieren, anstatt mit der Tastatur oder den Fingern die Eingabe durchzuführen.

Die Pro-Modelle sind keine Pflicht, man kann genauso andere Modelle verwenden. Alle Modelle ab 2015 sind nutzbar. Auch ist es sehr sinnvoll, sich für sein iPad eine Tastatur zuzulegen, um somit schnell Texte produzieren zu können (zum Beispiel: Hausaufgaben wie Aufsätze). Man kann aber trotzdem weiterhin nach Belieben seine Aufgaben auch handschriftlich anfertigen.

Für die Nutzung des iPads in der Medienklasse ist eine gute Ersteinrichtung des iPads erforderlich. Wir, die aktuelle Medienklasse, haben unsere iPads schon bereits zum Ende der Sommerferien in Betrieb genommen. Für die Nutzung ist eine Apple-ID erforderlich. Dies kann man sich vorstellen wie eine Art Benutzerkonto. Auf diesem sind dann die eigenen Daten hinterlegt. Damit kann man sich dann im AppStore anmelden und sich damit seine benötigten Apps herunterladen. Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn man sich ein iCloud-Konto erstellt. In diesem Konto können dann (regelmäßige!) Backups erstellt werden. Darin können dann die eigenen Dateien, Arbeitsblätter oder auch persönliche Sachen gesichert werden.

Da das iPad hauptsächlich für schulische Zwecke verwendet werden soll, macht es Sinn, sich bei der Einrichtung viel Zeit zunehmen. Es ist gut, wenn man nicht allzu viele private Sachen auf dem iPad hinterlegt, seien es Spiele, Filme oder Videos. Man sollte sich auch ein strukturiertes Layout für seine Apps anlegen. Diese könnte man zum Beispiel nach Priorität sortieren. Eine Seite für Apps, die man sehr oft benutzt, eine für schulische Apps und falls erforderlich noch eine Seite für Privates. Die Apps kann man aber auch genauso gut in Ordnern ablegen. Diese entstehen, wenn man zwei Apps ineinanderschiebt.

Auf dem iPad kann man durch Multitasking/SplitScreen mit zwei Apps gleichzeitig arbeiten: beispielsweise einen Text in einem Textverarbeitungsprogramm schreiben und gleichzeitig auf der anderen Seite des iPads einen anderen Text zur Seite haben. Das Ganze funktioniert recht simpel: Bei einer offenen App muss man einfach von unten nach oben wischen und das Dock öffnet sich. Man zieht eine App heraus an den linken oder rechten Rand des Bildschirms und man kann anschließend die Größe der beiden Apps einstellen (z.B. beide Seiten gleich groß oder eine Seite ein Viertel und die andere Seite drei Viertel). In unserer Klasse ist dieses Tool sehr hilfreich und wird auch von den meisten benutzt, z.B. wenn wir einen Text schreiben und auf der einen Seite die Aufgabenstellung oder ein Wörterbuch haben. Wenn wir beispielsweise eine Kreativaufgabe in einer Mindmap-App schreiben, können wir ganz einfach in einem zweiten offenen Fenster im Internet nach relevanten Informationen suchen.

In mehreren Räumen sind Router angebracht, die es einem ermöglichen, überall über WLAN mit einer guten Datenübertragungsrate auf das Internet zugreifen zu können. Notwendig wird dies zum Beispiel, um im Unterricht nach Infos zu suchen, oder auch um sich per AirPlay mit dem am Beamer installiertem AppleTV verbinden zu können, um seinen Bildschirm projizieren zu können. Sobald man offizieller Schüler am Ökumenischen Gymnasium zu Bremen ist und sein ersten Tag an dieser Schule bestreitet, werden einem Benutzername und Passwort für ein E-Mailkonto und für den WLAN-Zugang ausgehändigt, mit dem man sich auf der Seite „https://www.oegym.de/loegin/“ einloggen kann, um sich sein Konto einzurichten.

Ein Erfahrungsbericht

Ich habe mich für die Medienklasse entschieden, da mich die Arbeit mit iPads im Unterricht ansprach und ich mir vorstellen konnte, dass mich die neuen Methoden motivieren würden, mehr für die Schule zu tun. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass viele Schüler das Konzept der Medienklasse gut fanden und somit auch eine große, gemischte Klasse entstehen würde.
In der Praxis habe ich den Umgang mit den neuen Medien wie Apple-TV, iPad etc. meist als hilfreich wahrgenommen. In manchen Fächern gestaltete sich der Unterricht  etwas schwierig, da das iPad bei mangelnder Motivation natürlich ein breites Spektrum an Ablenkungsmöglichkeiten bietet. Hierbei sind meiner Meinung nach aber trotzdem die Schüler verantwortlich, wenn sie sich am Unterricht nicht beteiligen. Ich bin daher der Meinung, dass das iPad zur Gestaltung des Unterrichtes sehr hilfreich ist und dass ich die Idee, eine Medienlasse einzurichten befürworte.

Als negativ habe ich aber auch den Umgang der Lehrer (die nicht in der Medienklasse unterrichteten) mit der Technik wahrgenommen. In manchen Kursen gab es Lehrer, die mein Arbeitsmedium, das iPad, nicht akzeptierten und mich somit behinderten am Unterricht teilzuhaben. Zudem hat mich die Schülerkonstellation enttäuscht, da die Klasse in diesem Jahr recht klein ausgefallen ist.

Als Fazit sehe ich die Idee der Medienklasse als guten Ansatz an.