Konzept

„Wer aufhört besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein.“ (Oliver Cromwell)

Offen für Neues wurden 2014 erstmals Schüler einer 10. Klasse des Ökumenischen Gymnasiums mit Tablet PCs ausgestattet. Nach längerer Überlegung fiel unsere Wahl auf das iPad. [ausführliche Begründung]

„Wie oft reden wir bei der Beschreibung unseres Unterrichts von Kreide, dem Overheadprojektor und den Heften? Fast nie! Wie oft reden wir beim Einsatz digitaler Medien von Laptops oder Tablets? Die ganze Zeit.“

Wir tun dies nicht, sondern sind der Meinung, dass sich das Medium immer dem Ziel jedes Unterrichts, dem Lernen, bedingungslos unterordnen muss. Wir setzen die Geräte nur ein, wenn es für unseren Unterricht, für die konkrete Stunde, für den nächsten Lernschritt sinnvoll ist.
Weil im 10. Jahrgang am Ökumenischen Gymnasium nur die Fächer Biologie, Deutsch, Englisch, Geschichte, Mathe, Seminarfach, Sport und Religion im Klassenverbund unterrichtet werden, sind nur sechs Kollegen an der Planung und Durchführung beteiligt.
Wir nutzen das SAMR-Modell als Stufenplan, den wir schrittweise umsetzen. SAMR ist die Abkürzung für die englischen Begriffe Substitution, Augmentation, Modifikation und Redefinition.

Im ersten Schritt ersetzen wir also die bisher analogen Methoden durch digitale Alternativen: Markieren und Unterstreichen kann man auch digital mit einem pdf-Editor. Meist ist dieser Schritt fast automatisch mit dem zweiten verbunden. Oft ergeben sich durch den Wechsel zu einem digitalen Medium andere Möglichkeiten. Im Falle des pdf-Editors ist es zum einen problemlos möglich, Markierungen wieder zu löschen. Zum anderen können, anders als auf Papier, wesentlich ausführlichere Kommentare notiert werden. Das Ersetzen ist also nur selten ohne Veränderungen möglich. Veränderungen sind allerdings nicht unbedingt positiv, weshalb manche Dinge auch besser so bleiben, wie sie sind.
Der nächste Schritt Modifikation benötigt schon ein bisschen mehr Kreativität. Nach und nach werden wir die Möglichkeiten, die uns das Tablet bietet, ausprobieren, erproben und in diesem Blog unsere Erfahrungen teilen. Hier steckt bzw. versteckt sich das wahre Potential der iPads. Es beginnt erst bei alternativen Lernprodukten wie Filmen und Podcasts und endet nicht mit speziell auf den Unterricht zugeschnittenen Apps und endet bei Lernzielen, die mit den klassischen Medien überhaupt nicht erreicht werden können. (Ein Artikel zum #Mehrwert wird bald erscheinen.)
Den letzten Schritt werden wir nur selten umsetzen (können), weil der 45min Rhythmus und die strenge Fächertrennung dem meist im Wege stehen.
Seit Februar 2016 ist entschieden, dass eine Medienklasse an unserer Schule fest installiert wird. Wir reihen uns damit in die Gemeinschaft der Schulen ein, die mit Tablets im Unterricht arbeiten.