iPad-Klasse – Warum iPad?

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Eine der ersten Planungsentscheidungen galt, wie nicht anders zu erwarten, der Frage nach der technischen Ausstattung.
Die Geräte sollten nicht von der Schule angeschafft werden, also relativ preiswert sein. Außerdem ist eine lange Akkulaufzeit Pflicht, weil unsere Schüler einen sehr langen Schultag haben und für den Kursunterricht häufig die Räume wechseln müssen. Lange Akkulaufzeit und niedriger Preis bedeutet keine Notebooks, was pädagogisch auch wichtig ist, weil es dadurch keine „Sichtschutzwände” zwischen Schülern und Lehrern gibt …
Weil die Geräte möglichst vielfältig im Unterricht eingesetzt werden sollen, können es keine Smartphones sein, deren Einsatzmöglichkeiten durch das kleine Display beschränkt sind.
Damit war die Wahl schon einmal auf Tablet PCs eingegrenzt. Jetzt stellte sich die Frage, ob man sich auf Android oder iOS festlegen oder ob man hier überhaupt eine Vorgabe machen sollte.
Ein Selbstversuch für ein Unterrichtsvorhaben in einer neunten Klasse zeigte, dass mehrere Betriebssysteme den Unterricht massiv behindern. Der Lehrer kann sich nicht mit allen Systemen auskennen und weil die Einstellungen bei jedem Gerät anders sind, können sich die Schüler gegenseitig auch nicht helfen. Das gilt nicht nur für die Basiseinstellungen wie den Internetzugang, sondern auch für die Apps.
Android oder iOS
Welches Betriebssystem es sein soll, war schwierig zu beantworten. Android Tablets haben den Vorteil, dass sie tendenziell etwas günstiger sind. Dafür sind aber mehrere Apps kostenpflichtig, die mit jedem iOS Gerät mitgeliefert werden. Außerdem gibt Apple Schulen einen Education-Rabatt, wodurch das Kostenargument weder für das eine noch für das andere spricht.
Bei der Frage nach den bei den Schülern bereits vorhandenen Geräten fiel die Auskunft ebenfalls nicht eindeutig aus.
Entscheidend war schließlich der Blick auf das App-Angebot. Hier gab es mehrere Apps, die nur oder nur kostenlos auf iOS zur Verfügung stehen. Die wichtigste App gehört zu dem an unserer Schule genutzten TI-Taschenrechner. Weil die Schülerinnen und Schüler nun die App nutzen, müssen sie ein Gerät weniger kaufen und mit zur Schule bringen.
Was auch sehr für das iPad spricht, ist die vergleichsweise kleine Geräteauswahl und einheitliche Bedienung. Alle iPads ab der 3. Generation verfügen über die grundlegenden Anforderungen, die wir für unseren Unterricht benötigen.
Diese eingeschränkte BYOD Device Variante hat noch weitere Vorteile, die bald in einem anderen Artikel erläutert werden.