Gruppenpuzzle 2.0

Gruppenpuzzle 2.0 : Quellenvielfalt steigert die Fähigkeit zur Informationsentnahme und -bewertung

Zellmembran

Aus einer Unterrichtseinheit in Biologie: In Partnerarbeit werden Unterthemenzu dem Stofftransport durch Zellmembranenals Expertenthemen eigenständig erarbeitet. Die Unterthemen wie carrier- oder kanalvermittelte Diffusionsind für die Schülerinnen und Schüler überschaubar, aber neu. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ein digitales Informationsblatt und haben das digitale Schulbuch zur Verfügung. Der Weg der Erarbeitung wird den Schülerinnen und Schülern jedoch selbst überlassen, sie können also auch das Internet verwenden.
Die Gruppen gehen unterschiedlich vor. Lesen einige Gruppen zuerst gemeinsam die Informationen vom Lehrer, suchen sich andere Schüler erst einmal alleine unterschiedliche Informationskanäle und erklären sich danach die gerade erlernten Inhalte gegenseitig. Diese Kanäle sind u.a. YouTube und biologie-schule.de. Nur Wenige arbeiten mit ungeeigneten Internetquellen und merken selber schnell, wenn Inhalte unverständlich dargestellt werden.
Im weiteren Verlauf der Partnerarbeit lässt sich beobachten, dass sich die Schülerinnen und Schüler zunächst in den Partnergruppen gegenseitig die auf unterschiedlichen Wegen selbst erarbeiteten Themen erklären und dabei auf verschiedene Quellen zurückgreifen. Findet eine Person eine bestimmte Quelle am besten, kann es sein, dass die andere Person eine andere Quelle bevorzugt. Die Quellen werden daraufhin verglichen und Vor- und Nachteile herausgestellt.
Erklären die Experten zum Schluss den Mitschülern das für sie unbekannte Thema, verstehen nicht alle Mitschülerinnen und Mitschüler sofort die Erklärung. Dann greifen die Experten auf weitere Quellen (andere Abbildungen, Animationen o.ä.) zurück. Auch an diesem Punkt dient die Vielfalt der Quellen einer kritischen Auseinandersetzung mit der Darstellungsweise und damit auch einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Inhalten.