Spiegeln Spiegeln an die Wand

Heimlich, still und leise hat sich eine kleine Revolution vollzogen, ohne die ich mir die Besprechung von Unterrichtsergebnissen kaum noch vorstellen kann.
Das Spiegeln des Schüler-Bildschirms über den Beamer ist wahrscheinlich die von mir am meisten genutzte Möglichkeit, mit den größten Auswirkungen auf den „normalen“ Unterricht. Die Schüler können damit ihre Ergebnisse, direkt auf dem Beamer zeigen. Insbesondere bei längeren Texten, Mindmaps und Schaubildern ist es für die Präsentation der Ergebnisse sehr nützlich, ja fast schon notwendig, diese auch zu sehen. In den Klassen, die ich (noch) ohne unterrichte, bin ich teilweise dazu übergegangen, die Schüler-Ergebnisse zu fotografieren, um sie auch so den anderen zeigen zu können.


Insbesondere bei längeren Texten wird die Diskussion, wenn die Schüler ihre Ergebnisse „spiegeln“, viel differenzierter und fruchtbarer, weil die Zuhörer dabei zuschauen können, wie die Texte überarbeitet und ergänzt werden.
Es ist viel einfacher zuzuhören, wenn man den Text mitlesen kann. Ohne Notizen können weder ich noch die Schüler sich merken, wenn es in einem Text mehrere Dinge gibt, die besprochen werden sollten. Die Besprechungen enden deshalb normalerweise sehr früh, weil das wiederholte Vorlesen ermüdend ist.
Außerdem bleibt es meist bei einer Bewertung des nur Vorgelesenen und einer inhaltlichen mündlichen Korrektur der eigentlich schriftlichen Antwort. Die Schüler sind währenddessen damit beschäftigt, ihre eigenen Ergebnisse zu korrigieren.
Wenn die Schüler allerdings mitlesen können, kann eine idealerweise fehlerhafte Antwort von den Schülern vor den Augen der Klasse so lange verbessert werden, bis sie den Anforderungen entspricht. Weil alle anschließend das gemeinsam erarbeitete Ergebnis bekommen, können sich alle an der Diskussion beteiligen, weil sie nicht mehr gleichzeitig mitschreiben müssen. (Airdrop / DropBox)
s. auch „iPads im Lateinunterricht?“