MINT Camp-Berichte

Anna hat kürzlich ein MINT-ec Camp besucht und darüber berichtet:

In der Zeit vom 5. bis zum 8. Juni 2016 fand in Oldenburg ein MINT-EC Camp statt, das sich mit dem Thema „Regenerative Energiebereitstellung und -speicherung“ auseinandersetzte.

Bei solchen MINT-Camps geht es im Grunde darum, dass sich um die zwanzig Schüler von MINT-EC Schulen genauer mit einem naturwissenschaftlichen Thema auseinandersetzen. Dies geschieht über Vorträge, Praktika und Besuche bei Firmen. Die Camps dauern in der Regel vier Tage und bieten eine gute Möglichkeit, um sich fachlich weiterzubilden und um Jugendliche mit ähnlichen Interessen kennenzulernen. Außerdem können sie der Berufsorientierung dienen.

Das Camp im Oldenburg begann am Sonntagnachmittag in der Jugendherberge Oldenburg, in der wir während des Camps untergebracht waren. Dieser Tag war vor allem dazu da, einander kennenzulernen. Außerdem haben wir eine Stadtführung gemacht, um uns in Oldenburg orientieren zu können. Am Montag ging es dann mit dem naturwissenschaftlichen Teil des Camps an der Universität Oldenburg los. Nach einem Vortrag, der uns in das Thema der regenerativen Energie einführte, machten wir in kleinen Gruppen Experimente zu zwei verschiedenen Batterien, die die Energiespeicherung verbessern sollen. Dabei handelte es sich um Lithium-Ionen-Batterien sowie Redox-Flow-Batterien. Die Ergebnisse der Experimente wurden dann in neu gemischten Gruppen ausgewertet. Am Abend gab es dann noch einen Workshop, in dem wir unsere eigenen kleinen Solarzellen gebaut und damit dann Strom erzeugt haben. Dieser Workshop war die Überleitung zu unserem nächsten Thema, der dezentralen Energieversorgung. Das bedeutet, dass der Verbraucher seinen Strom selbst produziert, zum Beispiel mithilfe von Solarzellen auf dem Dach. Um uns dies genauer anzuschauen, haben wir das „Zentrum Zukunft“ in Emstek besucht. Dort haben wir uns mit verschiedenen Arten auseinandergesetzt, wie man den erzeugten Strom am besten nutzen kann. Außerdem haben wir etwas über das Thema „smart home“ gelernt. Dabei geht es um Häuser, die zum Beispiel selbstständig das Licht einschalten, die Tür öffnen oder Wäsche waschen. Am Nachmittag haben wir dann noch das Weserstadion in Bremen besucht und dort eine Führung gemacht. Der Fokus der Führung lag dabei auf den Solarzellen, die im Dach des Stadions integriert sind. Am Mittwoch war dann auch schon wieder der letzte Tag des MINT-Camps. Diesen haben wir an der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg, die das Camp organisiert hat, verbracht. Dort haben wir in Gruppen zum Thema des vorherigen Tages gearbeitet und uns mit dem Klimawandel beschäftigt. Um 13:00 Uhr endete das Camp dann auch schon.

Was an MINT-Camps wie diesem so toll ist, ist, dass man ein Thema auf viele unterschiedliche Arten kennenlernt, über Vorträge, Experimente, Workshops, etc. Dadurch findet eigentlich jeder Zugang zu dem Thema. Ein großer Pluspunkt ist auch die Atmosphäre. Dadurch, dass alle ähnliche Interessen und ein ähnliches Alter haben, versteht sich in der Regel jeder gut mit jedem. Die im Camp gegebene Freizeit am Abend erfolgt oft mit der gesamten Gruppe, was sehr viel Spaß macht.

Insgesamt kann ich jedem nur empfehlen auf ein MINT-Camp zu gehen.“

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