Bildungschancen

Das ÖG wurde 1981 als Gymnasium in freier Trägerschaft gegründet. Seitdem bereichert es die Bremer Schullandschaft, die nicht zuletzt durch nationale Schulvergleichstests in die öffentliche Kritik geraten ist. Wir verstehen Ökumene als eine Bewegung der verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften hin zu Gemeinsamkeiten. Kurz: Eine Einheit trotz aller Unterschiedlichkeit.

Das ÖG ist konfessionell nicht festgelegt. Unser weiteres Konzept leitet sich aus der Tradition des christlich-humanistischen Gymnasiums ab. Auch heute verstehen sich Trägerverein, Schulleitung und Kollegium als ökumenische Schule mit einem umfassenden Bildungs- und Erziehungsangebot, die gleichzeitig offen ist für alle Glaubensrichtungen und Weltanschauungen.

Getreu dem pädagogischen Prinzip des Forderns bietet das ÖG ein umfassendes akademisches Bildungsangebot mit einem Fächerkanon, der sich aufgliedert in verpflichtende Anteile und Wahlmöglichkeiten. Unsere Curricula ermöglichen eine umfassende Allgemeinbildung, wobei wir stets individuelle Schwerpunkte berücksichtigen. Wir beschränken uns nicht allein auf Wissensvermittlung, sondern streben danach, Schüler ganzheitlich zu bilden und ihnen Werte zu ermitteln – etwa ihre Entscheidungsfähigkeit zu stärken und ihnen Verantwortungsbewusstsein, Toleranz und Respekt vor der Schöpfung und den Mitmenschen nahe zu bringen.

Neben dem Prinzip des angemessenen Forderns bieten wir unseren Schülerinnen und Schüler Fördermöglichkeiten, die individuelle Schwächen ausgleichen und besondere Stärken zur Entfaltung bringen sollen. Dazu zählen das Legasthenieprojekt, das Förderprojekt Mathematik und die Begabtenförderung.

Unser Förderprojekt Legasthenie

Das Legasthenieprojekt wurde 1990 ins Leben gerufen und hilft Kindern, die beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Häufig haben die Kinder bereits in der Grundschule Probleme damit gehabt, sie aber noch nicht beheben können. Die neue Schulsituation, alte und neue Frustrationen können dazu beitragen, dass diese Kinder Ängste aufbauen und im schlimmsten Fall den Spaß an der Schule verlieren.

Pro neuem Jahrgang nehmen zwischen acht und fünfzehn Kinder an diesem Förderprojekt teil. Es wird  von einem Deutschlehrer geleitet, der zusätzliche Qualifikationen erworben hat. Nach eingehender Diagnostik setzt die Förderarbeit ein, die einerseits auf einem gezielten Rechtschreibtraining, andererseits auf der Stärkung des Selbstwertgefühles der Kinder basiert. Neben der Diagnostik und Förderarbeit ergänzen Elternbetreuung und die Zusammenarbeit mit Klassen- und Fachlehrern das Programm.

Förderung im Bereich Mathematik

Auch in einem weiteren Hauptfach, der Mathematik, können unsere Schülerinnen und Schüler Unterstützung erhalten. Es fällt auf, dass Kinder der fünften Klasse in Mathe immer wieder Leistungsschwächen zeigen, die zum Teil auf individuelle Probleme, häufig aber auch auf unterschiedliche Voraussetzungen aus der Grundschulzeit zurückzuführen sind. Oder ganz einfach Ausdruck der ungewohnten neuen schulischen Situation. Ein standardisierter Mathe-Test in allen 5. Klassen ermöglicht, individuelle Defizite aufzudecken und sie durch gezieltes Übungsmaterial zu überwinden. Die Fünft- und Sechstklässler werden dabei von älteren Schülerinnen und Schülern „trainiert“, während ein erfahrener Mathelehrer das Projekt leitet und überwacht.

Begabtenförderung im ÖG

Eine Förderung anderer Art wird erreicht durch das Projekt „Begabtenförderung im ÖG“. Es ist nicht nur gesellschaftlich erforderlich, Schüler mit hohem kognitiven Potential zu fördern; auch in individueller Hinsicht ist die Förderung von leistungsstarken beziehungsweise hochbegabten Kindern und Jugendlichen eine Selbstverständlichkeit im ÖG, da mittlerweile allgemein bekannt ist, dass eine permanente Unterforderung in manchen Fällen zu Leistungsstörungen, psychologischen Problemen und sozialer Isolation führen kann. Eine Gruppe des Kollegiums hat deshalb ein integratives Konzept zur Begabtenförderung erstellt, das ständig weiter entwickelt wird.

Maßnahmen dieses Konzepts sind beispielsweise die Teilnahme an bestimmten Arbeitsgemeinschaften, die teilweise auch während der Unterrichtszeit stattfinden, Differenzierungsstunden für leistungsstarke Schüler in Mathematik, Teilnahme an Wettbewerben, ein Modell zum Überspringen von Klassen und ein erweitertes Fach- und Kursangebot in höheren Klassen.

Die Chance auf eine besonders qualifizierte Schulbildung

Auch im alltäglichen Bereich bietet das ÖG Unterstützung an, um Schülerinnen und Schülern zu einer erfolgreichen Schullaufbahn zu verhelfen. So gibt es inzwischen für die Klassen 5 bis 8 an drei Tagen eine Hausaufgabenbetreuung sowie eine Förderstunde Englisch oder Französisch.

Die Prinzipien des Forderns und Förderns werden in unserer Schule täglich auf unterschiedliche Weise umgesetzt. Durch unser Stipendiatensystem sollen künftig noch mehr Schüler die Chance bekommen, eine besonders qualifizierte Schulbildung zu erhalten.

Dass unsere schulische Arbeit Früchte trägt, lässt sich an unserem guten Abiturniveau ablesen – aber auch an den Spitzenergebnissen in bundesweiten Wettbewerben. In der letzten Landesrunde des Bundeswettbewerbs Mathematik waren sechs der neun Preisträger Schülerinnen und Schüler des ÖG. Auf diesen Erfolg sind wir sehr stolz.