Sozialpraktikum

Die Schule des Lebens

„Wenn jeder dem anderen helfen wollte, so wäre allen geholfen“, war die Schriftstellerin und bekennende Humanistin Marie von Ebner-Eschenbach überzeugt. Auch für das das ÖG ist Menschlichkeit weit mehr als nur ein Wort: Im Rahmen eines Sozialpraktikums kümmern sich Schülerinnen und Schüler unserer zehnten Klassen um alte, kranke und sozial benachteiligte Menschen.

Seit jeher steht das ÖG für christliche Werte. Doch soziales Engagement entspringt nicht nur der reinen Nächstenliebe. Es birgt die Chance, das Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. In einem Sozialpraktikum lernen unsere Schülerinnen und Schüler, andere Lebensumstände zu begreifen, sie entwickeln Empathie für Menschen, die benachteiligt, ausgegrenzt oder einsam sind.

Sich für andere stark machen

sozialpraktikumDie Welt, in denen sich die Zehntklässler zwei Wochen lang bewegen, ist räumlich nah – und doch sehr fremd. Die Schülerinnen und Schüler treffen im Martinshof auf Menschen mit Behinderungen, im Johanniterhaus auf alte und oft einsame Menschen oder im Bremer Treff auf Obdachlose. Sie alle bedürfen unserer Hilfe – und der Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Während des Praktikums packen die jungen Helfer tatkräftig mit an und machen sich für andere Menschen stark. Dabei tun sie nicht nur Gutes, sondern lernen auch eine Menge für die Zukunft – etwa Unrecht und Ausgrenzung zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen.

Natürlich macht sich ein Sozialpraktikum auch gut im Lebenslauf – viele Unternehmen und auch immer mehr Hochschulen legen Wert auf ehrenamtliches Engagement. Doch dies ist nicht der einzige Ansporn: Benachteiligten Menschen ein wenig das Leben zu versüßen ist der wohl größte Lohn.