Besuch der Expo Science International in Abu Dhabi

Ende Juni gewann Niklas aus Jahrgang 12 beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ den insgesamt zweimal ausgelobten Sonderpreis der Deutschen UNESCO Kommission. Im September endlich ging die Reise los und er durfte sein Forschungsprojekt “Sand ist nicht gleich Sand – im Produktionsprozess von Glas” passender Weise im Wüstenstaat vorstellen. Einen humorvollen Bericht dieser unvergesslichen Tage finden Sie nachfolgend:

Bei Jugend forscht haben wir 2013 den Sonderpreis der Deutschen UNESCO Kommission gewonnen. Dieser beinhaltete die Reise zur Expo Science International (ESI) in Abu Dhabi. Die Vorbereitungen auf die Reise hat größtenteils die UNESCO Kommission übernommen. Wir mussten lediglich eine etwa vierseitige Zusammenfassung unseres Jugend forscht Projekts auf Englisch schreiben. Auch hierbei konnten wir uns bei Fragen an die UNESCO Kommission wenden.

Der Hinflug verlief problemlos: Zunächst flogen wir beide jeweils nach Düsseldorf, von wo aus wir dann gemeinsam nach Abu Dhabi weiterreisten. Dort warteten bereits einige der freiwilligen Helfer auf uns und organisierten uns ein Taxi zu dem sehr schönen Novotel (4-Sterne-Hotel), einem alleinstehendem Hochhaus mit Pool und Cocktailbar. Die Luft in Abu Dhabi war sehr heiß und feucht. In den Häusern ist es dagegen oft extrem klimatisiert. Dieser warm-kalt Kontrast war am Anfang ziemlich ungewohnt.

Nachdem wir an unserem ersten Morgen das reichhaltige Frühstücksbuffet genossen hatten, fuhren wir um 8 Uhr zur nicht weit entfernten Ausstellungshalle, der ADNEC, die mit 33.000 m2 eine der größten Messehallen Asiens ist. Dort bauten wir unsere Stände auf, wofür wir bis 18 Uhr Zeit hatten. Da wir nachmittags aber schon mit dem Aufbauen fertig waren –trotz eines sehr gut organisierten Mittagessens mit vielen arabischen Spezialitäten- konnten wir noch die große Moschee „Shaikh Zayed Grand Mosque“ besichtigen. Dies war Teil des Programms, welches die Veranstalter der ESI uns jeden Nachmittag anboten. Das Abendessen wurde anschließend wieder in der Messehalle eingenommen.

Am nächsten Tag wurde die Ausstellung eröffnet und noch bevor die ersten der 55.000 Besucher, die zur Messe erscheinen sollten, standen wir bereits an unseren Ständen. Bis zum Mittagessen um 12 Uhr erklärten wir dann vielen interessierten Zuhörern, was wir genau gemacht hatten. Ab 14 Uhr wurde die Ausstellung allerdings immer leerer, sodass wir um 16 Uhr Zeit hatten, die Projekte der anderen Teilnehmer kennen zu lernen. Nach dem Abendessen ging es dann wieder zurück ins Hotel, wo am Pool der Abend ausklang.

Am Montag, dem dritten Tag, stand der Besuch eines Scheichs an. nachdem wir also die diversen Sicherheitsmaßnahmen durchlaufen hatten am Eingang zur Messe, begaben wir uns an die Stände und warteten gebannt auf jenen Mann, der die ESI mit finanziert hatte. Als er gegen 10 Uhr kam, mussten wir aber leider feststellen, dass er nicht für alle Projekte ein offenes Ohr hatte und so blieb uns nicht mehr als ein kurzer Blick. Am Nachmittag ging es dafür dann in die Abu Dhabi Mall und nach dem üppigen Abendessen wieder in den Pool.

Der vierte Morgen, begann wie jene davor um 6:30 Uhr mit einem Weckanruf, der jeglichen Wecker unnötig machte. Wieder standen wir den Tag über an unseren Ständen und bauten inzwischen auch Kontakte zu anderen Teilnehmern aus. Es wurden kleine Mitbringsel ausgetauscht und Fotos gemacht. Besonders an diesem Tag waren auch die Besucher, denn er stand unter dem Motto „Only Women“, was für einen arabischen Staat beachtlich ist, da es kein „Only Men“ Tag gab. Unterhaltsam war auch das Abendprogramm. Während wir „Kamel“ probierten führten die teilnehmenden Nationen je ein kurzes Kulturprogramm auf und zeigten so die Traditionen ihres Landes. Auch wir versuchten Deutschland zu repräsentieren, indem wir zu „7 Zwerge“ sangen und tanzten, was gut ankam.

Am Mittwoch, unseren letzten Tag sollten die Projekte wieder abgebaut werden. Da wir dies bereits am Dienstag erledigt hatten, blieb uns noch Zeit, das Unternehmen „Global Foundries“ zu besuchen, die uns eingeladen hatten, da die meisten Deutschen aus Dresden kamen, wo das Unternehmen eine große Fabrik hat. Nach einer Präsentation mit anschließender Erfrischung (Getränke) ging es aber auch schon wieder zurück zur veranstaltungshalle und von dort aus zur Ferrari World, einem Freizeitpark, der sich um Ferrari dreht. Hier fuhren wir nach langem anstehen mit der schnellsten Achterbahn der Welt und hatten viel Spaß. Doch am Abend ging es dann leider wieder zurück zum Hotel und am nächsten Morgen, nach einem viel zu kurzem Schläfchen zurück in die deutsche Heimat.

Alles in Allem war die Expo-Science International aber eine sehr interessante Veranstaltung mit viel Spaß und Erfahrungen, die man nicht mehr vergisst!

Korbinian, Niklas

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