Eine Seefahrt, die ist lustig!

Ja, lustig war die Ausfahrt von MINT-Schülerinnen und Schülern aus der 7. und 8. Klasse auf der Franzius am vergangenen Mittwoch von Bremerhaven aus wirklich, auch wenn für einen Tag mitten im Juni das Wetter doch noch etwas sommerlicher hätte sein können. Trotzdem hatte die Gruppe sehr viel Spaß, denn wann kann man schon einmal von einem großen anderthalbmastigen Segelschiff aus mitten in der Nordsee quasi ins Trockene aussteigen? Ja, mit der Franzius geht das wirklich. Denn dieser Nachbau eines alten Weserkahnes ist ein Flachbodenschiff ohne Kiel, das sich somit bei Niedrigwasser weit draußen im Sandwatt trockenfallen lassen kann.

Nach einer 90-minütigen, abwechslungsreichen Seefahrt vom Neuen Hafen in Bremerhaven durch die Schleuse hindurch, vorbei am Kreuzfahrtterminal, an Offshore- Wind Port und am 5 km langen Containerterminal, an Leuchttürmen und Tonnen erreichten die Franziums schließlich eine Sandbank in der Außenweser, an der geankert wurde. Sobald das Wasser weit genug abgelaufen war und gestärkt vom Mittagessen, brachen alle Passagiere zu einer spannenden geführten Wattwanderung auf. Dabei gab es allerhand zu sehen (leider auch Plastikmüll), und der Priel mit seinem Schlickboden versprach noch einmal eine Extra-Portion Spaß mit den Beinen bis zum Knie im Matsch.

Auf das Boot zurückgekehrt und mit getrockneten und gesäuberten Beinen, konnten alle „Beutetiere“ noch einmal unter dem Mikroskop betrachtet werden. Selbst die kleinen Seepocken öffneten ihre festgewachsenen Panzer für uns und strudelten fleißig für uns im Probengefäß. Und die Garnelen aus dem Priel begeisterten mit ihren blauen Augen. Und draußen beobachtete uns derweil ein neugieriger Seehund. Als die Franzius endlich wieder eine Handbreit Wasser unter dem Boden (nicht Kiel!) hatte, ging es bei strömendem Regen zurück Richtung Bremerhaven. In Bremen waren wir dann erst wieder gegen 21.00 Uhr. Es war ein toller und langer Tag mit vielen maritimen Eindrücken und Informationen und auf jeden Fall auch ein schöner Abschluss der MINT-Fahrt der 7. Klassen im März, von der an dieser Stelle noch in den nächsten Tagen rückwirkend zu berichten ist.

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