Erstmalig Studien-Praxis-Projekt am ÖG

Ein Studien-Praxis-Projekt, kurz SPP, bringt Schule und Universität zusammen. Zum ersten Mal beteiligt sich das ÖG an einer solchen Chance und führt aktuell im Physikunterricht des 5. Jahrgangs eine Kooperation mit der Universität Bremen durch.

Zum Thema Magnetismus haben die ehemalige ÖG-Praktikantin Jessica Berger und ihre Kommilitonin Isabel von Oehsen einen Experimentierkoffer mit sechs Unterrichtseinheiten entwickelt, die aufgehängt am Leben der vierköpfigen Familie Müller von „A wie Abschirmung“ bis „Z wie zwei Pole“ den Lehrplanbezug herstellen.

Mit Alltagsbezug zu einer Müllsortierungsanlage, zum Transrapid, zur Vogelflug-Route oder bzgl. einer nicht funktionierenden Bank-Karte kommen die Schülerinnen und Schüler den Phänomenen auf die Spur. Auf den Bildern sieht man die jungen Forschenden der 5b dabei, wie sie die Abschirmungseigenschaften verschiedener Materialien überprüfen, um der fiktiven Frau Müller einen guten Tipp für eine sichere „Bankkarten-Box“ geben zu können.

Beobachtet werden sie dabei von den beiden Studentinnen der Bremer Universität, die die Gelegenheit für eine genderdifferenzierende Untersuchung gern wahrnahmen: Während in der 5a nur Jungen am Physikunterricht in diesem Halbjahr teilnehmen und in der 5c nur die Halbgruppe der Mädchen experimentiert, sitzen in der zahlenmäßig etwas kleineren 5b Mädchen und Jungen an den Tischen.

Wo „Familie Müller“ und der „Magnetismus“ nun besser ankommen und wer den größten Lernzuwachs verzeichnet, das wird die Masterarbeit von Frau Berger und Frau von Oehsen im Ergebnis zeigen. Schon jetzt aber kann man an den zahlreichen positiven Rückmeldungen der ÖG-Fünftklässler ablesen, dass das Ziel des SPP, neueste Lehr-Lern-Forschung und Praxisanwendbarkeit zu vereinen, mit großer Freude und Begeisterung bei allen Beteiligten umgesetzt wurde.