„I cannot breathe“ – Rassismus nicht nur in den USA

In Deutschland, manchmal direkt vor unserer Haustür, ist Rassismus – nicht nur gegen Schwarze – alltäglich präsent. Betroffene Menschen müssen vorurteilsbelastete Äußerungen und Beleidigungen ertragen oder sind direkter physischer Gewalt ausgesetzt. Derzeit wird überlegt, ob Untersuchungen zu systemischem Rassismus in öffentlichen Institutionen, z. B. bei der Polizei, durchgeführt werden sollten. Dazu soll eine unabhängige, grundrechts- und rassismussensibilisierte Kontrollinstanz eingesetzt werden.

Anlass für diese Überlegungen ist der Tod des 46-jährigen Afroamerikaners George Floyd während seiner gewalttätigen Verhaftung am 25. Mai 2020 in Minneapolis. Nun sind die beteiligten Polizisten wegen „Mord zweiten Grades“ bzw. wegen Beihilfe zum „Mord zweiten Grades“ angeklagt. Polizeigewalt, besonders gegen Afroamerikaner, ist in den USA ein fortwährendes Problem. George Floyd ist bei Weitem nicht das einzige Opfer dieser Gewalt.

Sein Tod löste nicht nur in Minneapolis und in den USA, sondern auch weltweit flächendeckend Proteste gegen Polizeigewalt und systemischen Rassismus aus. Diese haben bereits zu ersten Polizeireformen in Minneapolis geführt. Unter anderem sind dort der „Würgegriff“ und das Festhalten am Nacken verboten worden.

Wir dürfen nicht vergessen, was in den USA geschehen ist und immer noch geschieht. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig auf das anhaltende Problem Rassismus aufmerksam machen und uns dieses gemeinsam bewusst machen. Wer darüber hinaus helfen und sich einsetzen möchte, kann bei uns eine Liste mit Petitionen und mit Organisationen, die Spenden benötigen, erhalten.

Auch in unserer Schule sind vielleicht bei Einzelnen unbewusste Vorurteile oder sogar bewusste rassistische Denkmuster präsent. Wir als AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage setzen uns dagegen ein, indem wir auf die Problematik aufmerksam machen. Wir analysieren aktuelle Beispiele und diskutieren gemeinsam Lösungen gegen Rassismus und Gewalt. Ein umfassenderes Wissen über Taten und Hintergründe kann helfen, Rassismus im Alltag zu begegnen und dagegen anzukämpfen.

Wer sich mit uns engagieren möchte, ist sehr herzlich eingeladen, in unserer AG mitzumachen. Sprecht uns oder Herrn Wangelin gerne an.

Autorinnen: Lara und Julia

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