Pazifische Auster verdrängt Miesmuschel!

Am 28. und 29.04.2014 unternahm der Hauptfachkurs Biologie 11 unter der Leitung von Frau Wania eine Exkursion zur Uni Bremen. Das Ergebnis ist alarmierend:

Die Pazifische Auster verdrängt die Miesmuschel im Wattenmeer vor Ökumenoog!

Schuld ist der Aquakultur-Betreiber Benedikt M., dem einige Exemplare aus der Austernzucht „entwischt“ sind. Die besten Kundinnen von M. sind Antonia und Aylin vom Spezialitäten-Restaurant „Zur runden Auster“ auf Ökumenoog, deren erlesene Kundschaft gezüchtete, wohlgeformte Austern statt scharfkantiger Wildformen bevorzugt.

Fischer Justus H. ist sauer, denn er fängt immer weniger Miesmuscheln, die bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt sind. Nur die Heimatkundlerin Anna-Lena B. und der Meeresbiologe Prof. D. Enno S. sehen die Bio-Invasion der Pazifischen Auster weniger kritisch:

  • neben der mittlerweile ausgestorbenen Europäischen Auster konnte die Miesmuschel lange Zeit problemlos existieren;
  • die neue eingeführte Art könnte durch Bildung einer eigenen ökologischen Nische die Artenvielfalt erhöhen.

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Davon will Wattführer Jona Z. nichts wissen, er ist für die radikale Vernichtung der Pazifischen Auster, da die Wattwanderer sich an den Austernriffen immer wieder die Füße aufschneiden. Fischer Horstmann unterstützt ihn in seiner Meinung vehement! Ob durch die von der Expertin Dr. Anja K. vorgeschlagene Einführung einer auf die Auster spezialisierten Schneckenart oder die Infektion mit Viren ist den beiden egal: Hauptsache, die Auster verschwindet wieder! Jedoch, das ist so gut wie unmöglich, weiß Dr. K.
Vielleicht gibt es ja doch noch eine bessere, ökologisch vertretbare Lösung? Die Bürgermeisterin von Ökumenoog beauftragt mehrere Wissenschaftler zur Untersuchung dies Phänomens:
Bio-Invasion im Wattenmeer – können Pazifische Auster und Miesmuschel nebeneinander koexistieren?

Annette Wania

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