MINT 400 – Das Hauptstadtforum

Ende November waren wir, vier Schüler aus der 11. und 12. Klasse sowie Herr Janssen und Herr Kreker in Berlin auf einem Treffen der MINT-Schulen, der sogenannten MINT 400. Die MINT 400 findet alle zwei Jahre in Berlin statt, wo sich ca. 400 Schüler und 100 MINT- begeisterte Lehrer treffen. Eröffnet wurde sie am 27.11.2013 im Estrel Convention Center Berlin vom Vorstandsvorsitzenden des MINT- EC, Herrn Gollub, der alle Anwesenden motivierte, möglichst viele neue Kontakte zu knüpfen.

Wir hörten Vorträge zu verschiedensten MINT-Themen, von denen uns zwei besonders gut gefallen haben: Zum einen der Vortrag von Prof. Dr. Joachim Treusch, dem ehemaligem Präsidenten der Jacobs-University zum Thema: „Wie sieht die Welt von morgen aus?“, in dem uns auf humorvolle Art und Weise erklärt wurde, wie sich die Lebensumstände in verschiedenen Ländern wandeln. Er zeigte Beispiele für wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern, verglich sie und gab ein Statement für seine Vorstellung der Zukunft, das er schmunzelnd kommentierte:“ Glauben Sie mir nicht alles, auch ich kann mich irren.“

mint_400_2Zum anderen beeindruckte Martin Buchholz, der Gewinner des „Science-Slam- Wettbewerbs“, mit dem Titel „Entropie – Ein Vortrag über Kühltürme und die Unumkehrbarkeit der Dinge“. Er hat eindrücklich bewiesen, dass auch komplizierte, physikalische Themen, äußerst humorvoll vermittelt werden können, so dass wir am Ende prustend vor Lachen auf den Stühlen saßen. Außerdem waren verschiedene Firmen, Organisationen und Universitäten vertreten, die ihre Studien- und Berufsangebote im Bereich der Naturwissenschaften auf einer kleinen Messe, dem „Bildungsmarkt“ mit Begeisterung präsentierten. Man bekam einen Einblick, welche Möglichkeiten sich nach dem Abitur auftun – und den einen oder anderen Tipp, in welche Richtung es bei welchen Interessen gehen könnte. Auch Herr Kreker berichtete mit zwei Kolleginnen aus Rostock und Erfurt am Stand „Science Fair“ von der diesjährigen Japanreise (die besonders Mutigen verkosteten die mitgebrachten Algenkekse und Mochi-Reiskuchen).

Am Donnerstagabend fanden fünf verschiedene Vorträge statt, zwischen denen man wählen konnte und die sich u.a. um Stammzellen, Ressourceneffizienz oder die Herausforderungen der Energiewende drehten.

Der Freitag begann mit den gewählten Workshops: Wiebke und Jasmin ätzten eine Mikrostruktur in eine mit Aluminium bedampfte Glasplatte nach dem Vorbild eines Mikrochips, während Lena sich am Bau einer Farbstoffsolarzelle erprobte. Peter wählte den Workshop „Automatisierung eines Bandumlaufsystems“. Nach einigen Stunden konnte er Bausteine auf dem Fließband befördern und diese mit einem Touch Pad oder automatisch durch Sensoren gezielt durch die Gegend befördern. An diesem Abend präsentierten nicht nur Professoren und Sponsoren, sondern auch Schüler ihre Forschungsprojekte, zum Beispiel, wie sie einen Kleber aus dem im Weizen vorhandenen Gluten erfanden.

Die diesjährige MINT 400 war für uns alle ein wunderbares, neues und spannendes Erlebnis, aus dem wir nicht nur Informationen gewonnen haben, sondern auch Motivation und den Kontakt zu neugewonnen Freunden – und wir dürfen die Erinnerung an die schönen zwei Tage unser Eigen nennen. An dieser Stelle möchten wir uns beim Team des MINT-EC für diese tolle Veranstaltung bedanken, sowie bei unserer Schule, die uns die Gelegenheit gegeben hat, das ÖG in Berlin zu vertreten.

Lena Döling, Wiebke Paul, Jasmin Kappert, Peter Wilke