Archiv für das Jahr: 2018

Kai Pflaume empfängt Familie Veit

Familie Veit hatte das größte Los beim Sommerfest der Schule ersteigert – ein Besuch bei Kai Pflaume in seiner Sendung „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“. Nun war es so weit: Der ARD-Moderator empfing am Wochenende die Ehrengäste aus Bremen und führte sie persönlich durch die Aufnahmevorbereitungen. Die Sendung wird am 3.11. ausgestrahlt – und unsere Sportlehrer und Schüler strahlen wegen der neuen Sportgeräte, die durch den Erlös des Sommerfests angeschafft werden konnten.

Europe Code Week: ‘Ardubieno’ Sensoren in der Bienenbeute

Unsere Bienen sind fleißig – und die betreuenden Schüler ebenfalls. „Science on Stage“ berichtet

Schüler des Ökumenischen Gymnasiums arbeiten daran, in eine Bienenbeute verschiedene Sensoren einzubauen, um Informationszugriff auf Bewegungen und Zustand eines später darin untergebrachten Bienenvolkes zu erhalten. Die Teilvorhaben waren:

  • Bienenzähler: Röhrchen in einem für einzelne Bienen geeigneten Durchmesser wurden in gewissem Abstand mit je zwei Lichtschranken (bestehend aus einer roten LED, deren Licht lt. Literatur für Bienen unsichtbar ist, sowie einem gegenüberliegenden Photowiderstand) versehen; aus der Reihenfolge der Verdunklung sollte auf die Bewegungsrichtung der passierenden Biene geschlossen werden. Die Software hierzu musste „lernen“, einerseits die bei naturgemäß stark schwankenden Außenlichtverhältnissen sehr verschiedenartigen Messwerte als Bienen-Durchgang oder Messfehler zu klassifizieren, andererseits auch Sonderfälle wie umkehrende Bienen zu berücksichtigen.
  • Temperatursensoren: Diese wurden an besonders geformten Stielen (wegen der Gefahr, von den Bienen mit Wachs zugebaut zu werden) am Innendeckel der Beute angebracht, in jedem Wabenzwischenraum. Die Software hatte hier nur die Aufgabe, in größeren Zeitabständen (ca. viertelstündlich) eine Messung vorzunehmen.
  • Luftfeuchtigkeitssensoren: Entsprechend den Temperatursensoren, jedoch nur zwei Stück insgesamt.
  • Übertragung der gesammelten Daten: Hierfür soll von der Arduino-Steuereinheit über ein direkt verbundenes WLAN-Modul der Webserver der Schule aufgerufen werden, welcher aus dem parametrierten Aufruf die Eingabe für die Datenbank erzeugt. Die Programmierung der WLAN-Einheit ist während der Projektwoche nicht vollendet worden.
  • Speicherung der gesammelten Daten: Es wurde eine MySQL-Datenbank entworfen und implementiert, die die Messdaten mit Zeitstempel abspeichern kann.
  • Auswertung der gesammelten Daten: Es wurde eine Webseite auf der Basis von PHP implementiert, mit der die Datenbankinhalte (Messwerte) tabellarisch dargestellt werden können.

Mit diesem Projektwochenangebot waren 12 Schüler befasst. Die prototypisch mit Sensoren versehene Bienenbeute wird im nächsten Jahrgang von 1-2 (bereits benannten) Schülern als Seminarfacharbeit der 11. Klasse (5. Abiturprüfungselement) weiterentwickelt und zur Einsatzreife gebracht werden.

Informationsveranstaltungen für den Übergang in Klasse 5

Acht gute Jahre: ab Klasse 5 am ÖG

Ihr Kind besucht zur Zeit das vierte Schuljahr? Acht gute Jahre schließen sich an, wenn Ihr Kind seine weitere Schulzeit am Ökumenischen Gymnasium verbringt: Eine hohe Unterrichtsqualität und viele Unterstützungsmöglichkeiten, eine sichere, familiäre Atmosphäre, durchdachte pädagogische Konzepte und eine enge Betreuung bis in die Oberstufe, kein Unterrichtsausfall und ein freiwilliges Ganztagsangebot in englischer Sprache – für diese Bildungsqualität steht unsere Schule. Gerne informieren wir Sie umfassend über unser Profil und laden Sie ein

  • zum Informationsabend am Dienstag, dem 20.11.2018, um 19:30 Uhr
  • zum Mitmachtag für Ihre Kinder und zu parallelen Schulführungen am Samstag, dem 24.11.2018, ab 10:00 Uhr

Sehr gerne steht Ihnen das Schulleitungsteam auch für individuelle Beratungen zur Verfügung – bitte vereinbaren Sie einen Termin unter 0421 2231290 oder schauen Sie einfach vorbei.

Besuch beim Kanzler, erster Klasse

Studienfahrt nach Marseille

Berufsberatung am Mittelmeer – ja, das war möglich während unserer Studienfahrt in die Provence. Wir wurden herzlich von Herrn Thoran (offizieller Titel: Kanzler, erster Klasse) und der Auszubildenden Frau Vlotha am deutschen Generalkonsulat in Marseille empfangen. Sehr persönlich erzählten sie, wie spannend und herausfordernd eine Tätigkeit beim Auswärtigen Amt ist – und wie man dort einsteigen kann. Im Besuchsraum des Generalkonsulats herrschte eine kühle, konzentrierte deutsche Stimmung – draußen hupten die französischen Mofas, und die Hitze des Spätsommers flimmerte.

Die Atmosphäre in Marseille war immer so, wie man es sich in einer südfranzösischen Stadt vorstellt. Heiß, sonnig und vor allem freundlich. Dieses Gefühl hat sich im Laufe unseres Aufenthalts auf die Gruppe und die Stimmung übertragen. Spätestens nach unserer sechsstündigen Wanderung mit Zwischenstopps in den schönsten und ruhigsten Buchten des Nationalparks waren alle von der Stimmung mitgerissen. Nach einer spannenden Kletterei durch die Calanques kamen wir ziemlich erschöpft in Morgiou, einer kleinen Bucht mit glasklarem Wasser an. Gepicknickt wurde natürlich mit einem Baguette und einem Stück Käse.

Jeder unserer Tage hatte ein unterschiedliches Programm, was uns alle jeden Tag neu fasziniert sowie auch gefordert, aber sehr viel Spaß gemacht hat. Viele von uns haben sich dabei jeden Abend auf den Tagesausklang am Strand gefreut. Jeder Abend hielt für uns einen neuern Strand und einen wunderschönen Sonnenuntergang parat.

Die Freizeit wurde von jedem anders geplant. Einige blieben am Strand, andere entdeckten die vielen kleinen Straßen von Marseille und wieder andere haben die kulinarischen Spezialitäten Marseilles genossen. Sogar den Sieg von Olympique Marseille über Racing Strasbourg konnten einige im Vélodrome miterleben.

Alles in allem haben wir eine sehr schöne Studienfahrt gehabt. Es hat sich fast wie Urlaub angefühlt. An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal bei unseren Begleitern Herrn Dönch und Frau Dallas für die Planung und die Idee bedanken. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Friederike, Niklas

Herzliche Einladung zur Theateraufführung

Abschlussarbeit des 12. Jahrgangs im Fach Darstellendes Spiel: Diktator

Die Aufführungen finden statt am Dienstag, dem 23.10.2018, und am Mittwoch, dem 24.10.2018, jeweils um 19:30 Uhr in der Theater- und Turnhalle des ÖG.

Ein Attentat, der Staatschef überlebt – nur ein Streifschuss. Doch der Staatschef ist nicht der alte, er ist eine Kopie, eine von vielen.

Ein Plot, der in Zeiten von Androiden und Cyborgs gar nicht mehr so absurd erscheint, wurde erdacht vor 70 Jahren von Erich Kästner, einem der beliebtesten deutschen Kinderbuchautoren.

In unserer Distopie geht es allerdings nicht so niedlich und am Ende friedlich zu wie bei “Pünktchen und Anton“ oder dem “Fliegenden Klassenzimmer“ (beide schon bei uns auf die Bühne gebracht), die es nebenbei auch in sich haben, was die Gesellschaftskritik angeht.

Zu den Aufführungen laden wir herzlich ein!

 

Was Samuel, Miel, Israel Neumann, Georg, Marc und ein deutscher Soldat uns zu sagen haben

Eine außergewöhnliche Schulwoche im belgischen Lommel

33 NeuntklässlerInnen haben sich gemeinsam mit Frau Hillmer, Herrn Thomas und Herrn Schmitz auf das Abenteuer einer Begegnung mit unserer jüngeren Vergangenheit eingelassen, wobei diese sowohl 75 Jahre her ist und zugleich täglich aufflackert. So begegneten die Jugendlichen auf dem großen Friedhof der Deutschen Kriegsgräberfürsorge Lommel in Belgien mit mehr als 39000 Gräbern und bei der Besichtigung der Gedenkstätte Fort Breendonk, in der Menschen während der Nazizeit gefoltert und umgebracht wurden, der grausamen Vergangenheit des Mordens und der Entmenschlichung. Dabei waren sie auch immer wieder mit den aktuellen Themen der Fremdenfeindlichkeit, des Populismus und der Allgegenwart militärischer Präsenz konfrontiert. Vergleiche lagen nahe, wenn um uns herum Maschinengewehrschüsse vom naheliegenden Militärübungsgelände zu hören waren und über uns Militärmaschinen ihre Übungsflüge absolvierten. Ebenso wurden aktuelle Vorkommnisse rund um fremdenfeindliche Gruppierungen in ganz Europa besprochen.

Zugleich aber wurde auch am Neuen gebaut, mit Bambusstangen und Gummibändern bis zu 7,40 Meter hohe Türme erschaffen, die wirklich stabil waren. Die Menschenrechte wurden diskutiert und bekamen über zum Studium ausgelegte Biografien Gesichter und Geschichten. Und der 74-jährige Miel, der als Samuel auf die Welt gekommen war, erzählte von seinem Leben, das versteckt in einer niederländischen Familie begann und ihn später nach Israel und wieder zurück in die Niederlande führte. Seinen Eltern, an die er keine wirkliche Erinnerung hat, war er erst vor ein paar Jahren in Auschwitz wirklich nah, als er sich traute, den Ort ihres Todes zu besuchen.

So war es ein ständiger Wechsel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, den wir in Lommel erlebten. Die engagiert geführte Bildungsstätte gab uns allen einen Raum, in dem wir das Erlebte zu verarbeiten anfangen konnten, um mit Zuversicht an die Zukunft und die nahenden Ferien zu denken. Als Kontrastprogramm konnten wir Antwerpen bei bestem Wetter genießen.

Kunst-Exkursion zur Weserburg

Am vergangenen Dienstag hat sich der Kunst Kurs 11 von Frau Guerrero nicht im Kunstraum, sondern am Eingang der Weserburg getroffen. Passend zu unserem aktuellem Thema, der Bildanalyse und Fotografie, bekamen wir eine Führung durch die Cindy Sherman Ausstellung. Cindy Sherman ist eine sehr bekannte Fotografin und ist vor allem durch ihre einzigartigen Portraits weltweit bekannt. Während unserer Führung haben wir viele Eindrücke in das Leben der uns noch unbekannten Cindy Sherman bekommen. Wir alle waren, vor allem von den zahlreichen Portraits, beeindruckt. In jedem Einzelnem war die gleiche Person abgebildet und doch hatten wir Schwierigkeiten sie wieder zu erkennen. Die Künstlerin ist bekannt dafür mit viel und übertriebener Verkleidung und Schminke dem Betrachter ihre Ansicht der Gesellschaft und Klischees darzustellen. Wir konnten uns ein Bild davon machen, wie die Kunstwerke im Laufe der Jahre extremer wurden und sich verändert haben. Uns allen hat die Ausstellung und die offene und selbstbewusste Art der Künstlerin, mit der sie viele Probleme darstellt, sehr gut gefallen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 24.02.2019.

Horizons mit Alexander Gerst

Die DLR-Raumfahrtshow erklärt die Mission des deutschen Astronauten

Beim ersten MINT-Tag des neuen Schuljahres fuhren nicht nur die MINT-Kinder, sondern mehr als 70 Sechstklässler in Begleitung von Frau Cullmann, Herrn Dönch, Frau Gerdes, Herrn Rülicke, unserer französischen Assistentin und einer Praktikantin zum großen NW2-Hörsaal der Bremer Universität, wo das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zu einer Space-Show geladen hatte.

Alexander Gerst eröffnete den Vormittag mit einer Video-Botschaft, und alle konnten verfolgen, wie er ins All gestartet und an der Internationalen Raumstation ISS angedockt war. Es gab dann Publikumsversuche, Filme und vor allem Experimente, mit denen Raketenstart, Leben auf der ISS, Weltraumspaziergänge und Rückkehr zur Erde anschaulich erklärt wurden.

Natürlich führten Sina, Tobi und Dr. Dirk Stiefs vom DLR Bremen diese Experimente nicht allein durch. Jede Schule sandte zwei Bühnenkinder in die erste Reihe, die mitmachen durften. Noah aus der 6c half mit, ein Sonnensystem im Hörsaal aufzubauen und trug den Saturn. Lara aus der 6a sollte in den Schlussminuten beweisen, dass sie ihre Hände durch Reibung auf 38 Grad aufheizen konnte: Die weißen Punkte auf dem Bild der Wärmekamera beweisen, dass sie es an einigen Stellen geschafft hat! – 38 Grad waren allerdings nichts gegen die 2000 Grad, denen die Sojus-Kapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ausgesetzt sein kann!

Tobi, Sina und Dr. Dirk Stiefs führten rund 100 Minuten lang schwungvoll durch die Show und sorgten mit Countdown und Applausraketen für eine gute Stimmung im Saal. Drei Fragen können unsere neuen 6.-Klass-Raumfahrtexperten jetzt übrigens im Schlaf beantworten (probiert es aus und sprecht sie in der Pause an):

  • Wer war der erste Mann im Weltraum?
  • Wer war als erster Mensch auf dem Mond?
  • Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?

Projekt „Generationen Gemeinsam“ geht in die vierte Runde

Am Montag, dem 11.09.2018, war es soweit – fast die gesamte Klasse 8c, begleitet von Frau Hillmer, machte ihren Antrittsbesuch im Johanniterhaus. „Etwas aufgeregt sind wir schon“, sagten Anna und Marie, „wissen wir doch nicht, was uns gleich erwartet.“ Die Nervosität auf beiden Seiten verflog jedoch schnell, und an allen Tischen in dem hellen Saal wurde nach kurzer Zeit bereits  lebhaft geplaudert.

Für ihren ersten Besuch hatten viele Schülerinnen und Schüler Familienfotos mitgebracht; ebenso bestaunten sie die teilweise schon etwas vergilbten Fotos von Bewohnern. Nach anderthalb Stunden und einem gemeinsamen Lied verabschiedeten sich alle herzlich voneinander. Anna, Marie und viele andere sind sich sicher: „Wir kommen wieder.“