Spendenlauf 2018: Miteinander – Füreinander – in Bewegung

Ein sehr wichtiges Projekt steht vor der Tür: Ganz im Sinne unseres ökumenischen Schulprofils wandern Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Freunde der Schule am 8. September bei jedem Wetter (!) im Naturschutzgebiet der Wümmeniederung. Dieser wohltätige Spendenlauf wird seit 1987 alle zwei Jahre durchgeführt. Dabei werden zentrale Werte unserer Schule in die Tat umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler erleben ganz konkret, dass persönliches soziales Engagement sich nicht nur lohnt, sondern auch Freude macht und das Miteinander stärkt.

Die Schülerinnen und Schüler strengen sich dabei auf zweifache Weise an: Sie suchen vor der Veranstaltung engagiert nach möglichst vielen Sponsoren, die ihnen für jeden erwanderten Kilometer eine bestimmte, von ihnen festzulegende Summe zahlen. Am Tag selbst wandern sie möglichst weit. Je mehr Sponsoren und je mehr erwanderte Kilometer, desto höher ist die Summe, die dann gespendet werden kann.

Der Samstagvormittag beginnt um 8:15 Uhr mit einer Morgenandacht. Ab 8:30 Uhr wandert Klasse für Klasse los! Die Strecken von 10 bis 14 km Länge sind mit Stempelstationen besetzt, an denen auch Getränke und Snacks erworben werden können. Nach der Rückkehr in die Schule kann gemeinsam gegessen werden, bevor die Veranstaltung gegen 13 – 14 Uhr ihr Ende nimmt.

Die letzte Wanderung erbrachte eine Summe von gut 33.000 Euro. In diesem Jahr geht der Spendenerlös an die Hilfsorganisation „KETAAKETI“ und die „Erika Opelt-Stoevesandt-Stiftung“.

Spendenziel: KETAAKETI – Miteinander für Bildung und Selbstbestimmung

Die vor elf Jahren von der Bremerin Anneli-Sofia Räcker gegründete Organisation KETAAKETI – was „Kinder“ bedeutet – unterstützt sehr erfolgreich und „auf Augenhöhe“ die Schulbildung tausender nepalesischer Kinder. Dazu werden Schülereltern durch Mikrofinanzierung als Existenzanschub unterstützt und somit der Schulbesuch stabilisiert. Grundlage dafür ist eine konsequente Philosophie des selbstverständlichen Teilens und der Selbstbestimmung der Partner im Entwicklungsland in allen Aspekten ihrer Arbeit.

Seit fast zwei Jahren widmet sich KETAAKETI nun ebenfalls in Sierra Leone diesem Ziel. Auch hier werden Menschen vor Ort geschult. Der Bau der Grundschulen erfolgt durch den eigenständigen und tatkräftigen Fleiß der Familien und Gemeindemitglieder. Dazu werden ausschließlich regional verfügbare Ressourcen genutzt.

Statt eines „Geberdenkens“ wird bei KETAAKETI aktive Wertschätzung, Förderung und Forderung des Partners in Bezug auf seine eigene Initiative und Kompetenz als Kenner der Situation im eigenen Land praktiziert. Neben dem Ansatz der Nachhaltigkeit enthält das KETAAKETI-Modell auch einen stark präventiven Charakter in Bezug auf Dauer-Verarmung, Isolation und Landflucht. Es will somit Selbstwertgefühl und Zukunftschancen in einer lebenswerten Heimat unterstützen.

Spendenziel: Erika Opelt-Stoevesandt-Stiftung

Die Erika Opelt-Stoevesandt-Stiftung trägt ihren Namen zu Ehren der Gründerin des Ökumenischen Gymnasiums zu Bremen. Ihr Auftrag ist, begabten Mädchen und Jungen den Besuch des Ökumenischen Gymnasiums zu Bremen zu ermöglichen, deren Familien das Schulgeld nicht aufbringen können.

Der Vorstand und das Kuratorium der Erika Opelt-Stoevesandt-Stiftung garantieren den Einsatz der Stiftungsgelder ausschließlich für den Zweck der Förderung der Bildungsgrundsätze des Ökumenischen Gymnasiums.

Das Ziel der EOS-Stiftung ist es, 10 % der Schülerschaft dauerhaft ein Vollstipendium aus den Stiftungsträgern zu finanzieren. Die EOS-Stiftung setzt ein Zeichen für Bildungsgerechtigkeit.